Erwachsen werden

Erwachsen zu werden, bedeutet Entscheidungen zu treffen, dass sich für etwas zu entscheiden, gleichzeitig auch bedeutet, sich gegen alles andere zu richten, ist das Dilemma einer jeden Generation, und so dünnen wir uns aus.

Talente, Ideen, Träume und Wege werden unscharf und verschwinden, und wir mit ihnen, bis nur noch eine nebelhafte Erinnerung an uns selbst zurückbleibt.

Leben: Die Räume werden enger, wir fallen härter.

T.S. Eliot hat es einmal so formuliert: Was wir den Anfang nennen, ist oft auch das Ende, und etwas zu beenden bedeutet es Neues anzufangen. Vom Ende aus fangen wir was Neues an.

Egal ob jung oder alt, ob Mensch oder Tier, wir alle haben nur ein Leben. Ein Leben, das uns, und anderen in Erinnerung bleibt. Wir selber können entscheiden wie wir leben und wie wir den Menschen in Erinnerung bleiben. Wir selber sind verantwortlich für unser Handeln. Jeder Mensch hat ein Ziel, einen Wunsch oder einen Traum.

Es gibt Sprüche, wie ,,Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum“, doch was sagen sie aus? Was soll man machen, wenn es der Traum ist, nicht mehr zu leben?

Es liegt in der Natur des Menschen Fehler zu machen, sich gegenseitig zu verletzen, aber auch füreinander da zu sein. Ja, es stimmt, das Leben kann schön sein, das Leben kann lebenswert sein. Doch es gibt trotzdem viele Schattenseiten. Es sind nicht nur die Schicksalsschläge, die schlechten Zensuren oder die verlorenen Menschen. Nein, es ist auch das Gefühl nicht gut genug zu sein, alles falsch zu machen und nicht willkommen zu sein. Wieso soll man leben, wenn man keinen Sinn mehr darin sieht?

Menschen träumen, lachen und planen. Menschen weinen, zweifeln und morden. Menschen träumen, weil in Träumen alles ihnen gehört. Menschen lachen, weil sie glücklich sind. Menschen planen, weil sie Sicherheiten brauchen. Menschen weinen, weil sie verletzt worden sind. Menschen zweifeln, weil sie enttäuscht worden sind und Menschen morden, weil sie keine Kraft mehr haben. Das alles sind Menschen, Junge und Alte, Männer und Frauen, Glückliche und Verzweifelte. Sie alle sind Menschen mit Träumen und Plänen.

Wenn man jemandem von seinen Problemen, seinen wahren Gefühlen erzählt, gibt man ihm die Macht. Vergleichbar mit einem Krieg. Der Soldat gegenüber will alles tun um zu gewinnen, jedoch will er keinen verletzen. Man gibt ihm die Macht. Benutzt er die richtige Waffe, gewinnt er und rettet das Leben des anderen. Benutzt er allerdings die falsche Waffe, wird er den Kampf verlieren und er hätte ein Menschenleben auf dem Gewissen. Man will es vielleicht gar nicht, man macht es vielleicht auch unbewusst, aber man gibt ihm diese Macht. Doch ist es das was du willst? Andere mit reinziehen? Nein. Du willst alleine dafür verantwortlich sein, was du mit deinem Leben machst. Im Grunde wartest du nur noch darauf, dass dein Versprechen der Vergangenheit angehört.

Mein größter Traum ist es, die Vergangenheit zu verstehen, die Gegenwart zu akzeptieren und die Zukunft zu leben. Der Tod bringt einen  nicht weiter. Vielleicht sind die eigenen Probleme nicht mehr vorhanden, aber man würde neue erschaffen. Probleme, die anderen entweder egal sind oder die sie belasten würden. Um glücklich zu sein, muss man sich trauen, etwas Neues zu machen, etwas zu verändern und auch Risiken einzugehen. Es kann immer wieder etwas in deinem Leben geschehen, das dich sinken lässt. Ein paar Atemzüge am Tag und schon lebt man. So schwierig kann das ja nicht sein. Sie schafft das ja schließlich auch!

Das, was einen letztendlich immer wieder aufhält, sind die Personen, die einem etwas bedeuten. Man kann sie nicht einfach zurücklassen, ohne ihnen vorher gesagt zu haben, was man für sie empfindet und wie wichtig sie einem sind. Es wäre nur ein weiterer Fehler den man begehen würde. Man kann sagen, dass das Leben garantiert nicht einfach zu leben ist. Aber es sind die kleinen Momente die zählen. Momente, in denen man glücklich ist und in denen man lachen kann. Man sollte nie nur das Gesamte betrachten, sondern auch die kleinsten Einzelheiten wahrnehmen.

Das Leben zwingt einen in die Knie, aber man hat die Wahl wieder aufzustehen oder am Boden zu bleiben.

12.6.15 19:39

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